DIY: Der Aufschwung setzt sich 2015 durch

Die Konjunkturexperten sind sich ausnahmsweise einmal einig: Für 2015 wird die deutsche Wirtschaft wachsen. Der DIY-Markt dürfte sogar überproportional zulegen – nach einem schwächeren Jahr 2014.

Die großen Player am Markt werden weiter am Konjunkturwachstum beteiligt sein

Der Umschwung kam kurz vor dem Jahresende im November. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist auf 104,7 Punkte gestiegen, von 103,2 im Vormonat. Zuvor hatte sich das Geschäftsklima sechs Mal in Folge verschlechtert.

Die Unternehmen sehen wieder optimistischer in die Zukunft. Die Geschäftsaussichten für die kommenden Monate hellen sich auf. Und das nicht nur im produzierenden Gewerbe, auch Groß- und Einzelhandel sind positiv gestimmt. Der Abschwung ist vorerst unterbrochen, so beschreibt der Konjunkturforscher Hans Werner Sinn vom Münchener ifo-Institut die Lage des Gewerbes.
Sinn befindet sich mit seiner Einschätzung in guter Gesellschaft. Fast einhellig bestätigen die Wirtschaftsauguren, dass die Konjunktur im kommenden Jahr in Deutschland Fahrt aufnehmen wird. Die Werte reichen bis zu 2,2 Prozent Plus (ifo). „Der DIY-Markt in Deutschland wird 2015 um gut zwei Prozent zulegen“, so Klaus Peter Teipel, der den DIY-Markt regelmäßig analysiert.

BGA: Keine Zuwächse in 2015

Blick in ein benachbartes Handelssegment: Gestern gab der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) in Berlin eine Pressekonferenz zum Thema: Wirtschaftliche Lage und Perspektive des deutschen Großhandels.

„Wir erwarten im neuen Jahr 2015 keine nennenswerten Zuwächse aber auch keinen konjunkturellen Einbruch“, erklärt Anton F. Börner, Präsident des BGA. Dies gelte gleichermaßen für den Großhandel wie für die Gesamtwirtschaft.

 Der Großhandelsindikator befinde sich nach wie vor auf einem hohen Niveau, habe allerdings zum Jahreswechsel deutlich eingebüßt und sei um 4 Punkte unter die Linie von 120 Punkten gefallen, so der BGA-Präsident weiter. Die aktuelle Geschäftslage hat dabei etwas stärker nachgegeben. Sie ist nach einem leichten Anstieg im Sommer 2014 um gut 5 Punkte abgesackt und liegt nun bei 119 Punkten. Die Geschäftserwartungen haben zum zweiten Mal in Folge nachgegeben. Mit fast 121 Punkten haben sie etwas weniger als 3 Punkte eingebüßt. Geschäftslage und -erwartung liegen damit annähernd auf gleichem Niveau und deuten auf eine Stagnation im Großhandel hin.

Konkret erwartet der BGA für 2015 einen nahezu gleich hohen Umsatz wie im abgelaufenen Jahr. 2014 sind die Umsätze nominal gerade einmal um 0,1 Prozent auf 1.134 Milliarden Euro angestiegen. Real konnte der Großhandel aufgrund gesunkener Preise um 1,2 Prozent höhere Umsätze erwirtschaften. Das bedeutet, zur Erwirtschaftung des Vorjahresumsatzes mussten mehr Güter und Dienst-leistungen verkauft werden. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung des BGA 2015 fortsetzen und die Umsätze erneut nominal um nur etwa 0,1 Prozent steigen und mit 1.135 Milliarden Euro kaum höher liegen als in den beiden Vorjahren.

E/D/E baut Europa-Strategie aus

Dr. Andreas Trautwein: Unser Ziel ist es, mehr als 2 Mrd. Euro Umsatz bis 2020 zu erreichen.
E/D(/E

Das E/D/E baut seine europäischen Aktivitäten auf der Grundlage der Wachstumsstrategie Challenge 2020 systematisch aus. Ein bedeutender Meilenstein wurde nun mit der maßgeblichen Beteiligung an dem Schweizer Einkaufsverband e+h Services AG mit Sitz in Däniken/Schweiz erreicht. Damit verbunden sind interessante Perspektiven zur Weiterentwicklung der Marktstrategie und deutliche Synergiepotentiale.

Die e+h Services AG ist das führende Schweizer Handelsunternehmen für Markenartikel aus den Fachbereichen Haushalt, Geschenke, Werkzeuge, Gartenmöbel und Gartentechnik. Sie verfügt in Däniken über ein modernes und leistungsstarkes Zentrallager zur Versorgung der mehr als 1500 Kunden. Es werden zudem alle maßgeblichen Services einschließlich Zentralregulierung eines zeitgemäßen Einkaufsverbandes geboten. Beschäftigt werden am Standort Däniken 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Jahr wird ein Gesamtumsatz von 140 Mio. CHF erwartet.

 „Wir sind froh, dass auf der Basis der langjährigen Kontakte zwischen E/D/E und e+h eine Zukunftslösung in der Schweiz für alle Beteiligten geschaffen werden konnte, mit der die herausragende Position der e+h Services AG im Schweizer Markt weiter gefestigt und ausgebaut werden kann. Auf die Zusammenarbeit mit einem bewährten Team und natürlich mit Herrn Max Feuz als CEO freuen wir uns“, sagt Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung nach Unterzeichnung der Verträge. Der E/D/E-Chef ergänzt: „Mit diesem wichtigen Meilenstein in unserer Europa-Strategie wird das Umsatzziel von einer Milliarde Euro für 2016 bereits vorzeitig überschritten. Um aber das Challenge-Ziel von mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz bis 2020 zu erreichen, sind noch weitere Ideen und Anstrengungen notwendig. Insgesamt sind wir aber auf einem guten Weg und freuen uns auf die weiteren Etappen.“

Eurobaustoff expandiert: Baywa-Standorte wechseln

Expansion in der Eurobaustoff: Vier weitere Baustoff-Fachhändler werden zum 1. Januar 2015 Gesellschafter werden. Alle vier stammen aus dem Osten und waren zuvor Franchisenehmer der BayWa AG, München.
Dies sind die RHG Spremberg mit zwei Standorten am Firmensitz und einer Niederlassung in Weißwasser, die Raiffeisen BHG Lübz mit zwei Niederlassungen in Plau und Goldberg. Dazu kommen die Raiffeisen BHG Erzgebirge, Olbernhau, mit vier Niederlassungen in Marienburg, Freiberg, Rechenberg-Bienenmühle und Brand-Erbisdorf sowie die Heide-Handels GmbH Bad Düben mit acht Niederlassungen. Dazu zählen Delitzsch, 2x Kemberg, Wurzen, Bad Schmiedeberg und Gräfenhainichen.

Zum Jahreswechsel erwartet die Kooperation noch zwei weitere neue Baufachhändler im Gesellschafterkreis. Im Norden wird dies das Friede Bauzentrum in Lüneburg sein und im Osten die Betoholz GmbH in Klötze mit einer Niederlassung in Malchow. Zum 1. Januar 2015 wird dann die Eurobaustoff voraussichtlich mit 485 Gesellschaftern und 1.484 Standorten an den Start gehen.

Hagebau will international wachsen

GF Heribert Gondert kündigt stärkere Internationalisierung der Hagebau an.
Foto: Hagebau

Die Kooperation ist nach eigenen Angaben dabei, in weitere internationale Märkte vorzustoßen. Dies sagte Geschäftsführer Heribert Gondert am Rande des Baustoff-Forums der Hagebau in Berlin. Nach einem sehr erfolgreichen Jubiläumsjahr (die Hagebau wird bekanntlich 50) und einer Sonderkonjunktur durch den Zuwachs aus Praktiker-Standortübernahmen werde man sich jetzt wieder mit einem Alltag ohne umsatztechnische Highlights beschäftigen müssen.

Dieser werde nicht mehr die lieb gewonnenen zweistelligen Zuwächse bieten, und auch die nationale Expansion biete eher die Möglichkeiten des Arrondierens, aber keine echte Ausweitung. Man beschäftige sich deshalb sehr konkret mit einer Ausweitung der Hagebau ins benachbarte Ausland, potenzielle Partenr werden bereits sondiert. Eil-Entscheidungen werde es aber nicht geben: „Am wichtigsten ist, dass man die Kultur des Expansionslandes versteht und dass die Partner zu uns passen“.

GD Holz: Positive Zahlen zum 3. Quartal 2014

Im September sind mit einem anziehenden Herbstgeschäft die Umsätze im Holzhandel um 3,5 % gestiegen. Besonders gut entwickelt haben sich Schnitthölzer, aber auch Holzwerkstoffe. Etwas besser als im Vorjahr liefen im September Bauelemente und das Holz-im-Garten-Sortiment. In der Gesamtbetrachtung der ersten neun Monate des Jahres 2014 erreicht die Branche einen gewichteten Umsatzzuwachs von 5,8 %. Nach einem sehr starken Jahresbeginn hat sich das Geschäft zum Sommer hin etwas beruhigt, im August waren die Umsätze bei vielen Unternehmen rückläufig. Insgesamt beurteilt der GD Holz die Umsatzentwicklung für 2014 sehr positiv, nach einem furiosen Start kam es zu einer Geschäftsberuhigung. Das Herbstgeschäft hat die Umsatzentwicklung aber wieder belebt. Im Jahresverlauf besonders gut gelaufen sind Holz-im-Garten, aber auch Hobelwaren, Holzwerkstoffe und Bauelemente (Innentüren).

Für das vierte Quartal sind die Erwartungen der Branche vorsichtig verhalten. Ein Viertel der Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich des GD Holz erwartet für das vierte Quartal weiter steigende Umsätze, die Hälfte etwa Umsätze auf gleichem Niveau. Wenn sich die Umsatzentwicklung im vierten Quartal im einigermaßen er-wartbaren Rahmen bewegt, wird der Holzhandel 2014 einen Umsatzzuwachs im kleineren einstelligen Bereich erwirtschaften können. Damit hat das Jahr 2014 für den Holzhandel insgesamt einen sehr positiven Verlauf genommen.

 

Naturinform GmbH: Schallschutz mit Wood-Plastic-Composites

Mit WPC ausgelegte Terasse.

Die Anmutung von Holz, aber die Haltbarkeit von Kunststoff. Der Werkstoff soll die Vorzüge der beiden Materialien verbinden. Foto: Naturinform

Mit einer Reihe neu entwickelter Baulösungen wird die Naturinform GmbH ihr Augenmerk auf Weiterentwicklungen im Terrassenbau, Fassadeprofile und einen Schall- und Sichtschutzzaun aus WPC legen. Sie seien die Interpretation angesagter Holzmaterialität mit einem zeitgemäßen Werkstoff für zuverlässige Anwendungen im Außenbereicht, heißt es von Unternehmensseite.

Neu zur BAU 2015 wird das Unternehmen unter anderem Außenverkleidungen aus seiner standardisierten, einheitlichen WPC-Qualität vorstellen. Im Messegepäck finden sich Fassadenprofile als massive Rhombus- oder Kantleisten in geprägter Holzoptik und einer Länge von 4 Metern. Auf Wunsch und gegen Aufpreis sei nach eigenen Angaben jede andere Länge lieferbar.

Halle B 5, Stand 301